Die Gemeinde St. Martin in Kaiserslautern trauert um Marie Claire, die über viele Jahre hinweg die Partnerschaft mit Ruanda mit großem Engagement, Herzlichkeit und unermüdlichem Einsatz geprägt hat.
Für uns war Marie Claire der Inbegriff gelebter Partnerschaft. Kennengelernt haben wir sie als erste Sekretärin im Koordinationsbüro in Ruanda. Von Anfang an war sie für uns eine unverzichtbare Ansprechpartnerin: immer erreichbar, immer hilfsbereit, freundlich, kompetent und bestens vernetzt. Auf sie war Verlass – jederzeit und in jeder Situation.
Keine Reise nach Ruanda, kein Ankommen am Flughafen in Kigali und kein Reiseplan ohne Marie Claire. Sie war von Anfang an unsere Wegbegleiterin und machte vieles möglich. Ob kulturelle Begegnungen, gemeinsame Unternehmungen oder kulinarische Entdeckungen – mit ihrem großen Wissen über ihr Land und ihrem Gespür für Menschen bereicherte sie jede Reise. Das gemeinsame Fischessen am letzten Reisetag war dabei ein festes Ritual, auf das niemand verzichten wollte. Durch Marie Claire lernten wir auch Hamudu kennen, für uns der beste Fahrer der Welt, den wir seither immer wieder gerne für unsere Besuche im Land der tausend Hügel buchten.
Auch nach ihrer Pensionierung blieb Marie Claire unserer Partnerschaft eng verbunden. Sie begleitete unsere Reisen, übersetzte bei Gesprächen und Begegnungen und sorgte dafür, dass unsere Partnerschaft mit Leben gefüllt wurde. Ebenso kümmerte sie sich mit großem Einsatz um unsere ruandischen Partner: Sie unterstützte bei Visumsangelegenheiten, organisierte die Beantragung und Abholung von Pässen und stand ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Für sie war Partnerschaft keine bloße Idee, sondern eine Herzensangelegenheit, die sie mit Überzeugung und Leidenschaft lebte.
Dabei werden wir nicht nur ihre große Kompetenz und ihr beeindruckendes Wissen über Ruanda in Erinnerung behalten, sondern vor allem auch den Menschen, der sie war. Marie Claire war stets gut gelaunt, lachte gerne und hatte einen wunderbaren, mitunter unwiderstehlichen Humor. Mit ihrer charmanten, liebevollen Art brachte sie Menschen zusammen und schuf eine Atmosphäre, in der man sich sofort willkommen fühlte. Wenn Marie Claire dabei war, wurde alles gut – ganz gleich, welche Herausforderungen sich gerade stellten.
Besonders beeindruckt hat uns ihr tiefes Wissen um die Geschichte und die Entstehung unserer Graswurzelpartnerschaft. Mit großem Herzblut erzählte sie von den Anfängen, den Menschen und den Entwicklungen, die unsere Verbindung über all die Jahre geprägt haben. Dabei vermittelte sie uns nicht nur Wissen, sondern auch ein tiefes Verständnis für ihr Land, seine Menschen und die Herausforderungen, vor denen es steht.
Marie Claire war weit mehr als eine Ansprechpartnerin oder eine organisatorische Stütze. Sie war Freundin, Brückenbauerin und ein unverzichtbarer Teil unserer Partnerschaft. Sie hat Begegnungen ermöglicht, Freundschaften wachsen lassen und unsere Verbindung zu Ruanda nachhaltig geprägt.
Wir sind dankbar für die vielen gemeinsamen Jahre, die unzähligen Erlebnisse, die herzlichen Begegnungen und das Lachen, das wir mit ihr teilen durften. Ihr Verlust hinterlässt eine große Lücke – in unserer Gemeinde, in unserer Partnerschaft und in unseren Herzen.
Ein Ankommen in Kigali ohne Marie Claire ist für uns kaum vorstellbar. Wir werden sie sehr vermissen und ihr stets ein ehrendes und liebevolles Andenken bewahren.
Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrer Familie, ihren Freunden und allen, die um sie trauern.
Die Gemeinde St. Martin in Kaiserslautern.

