Alarmierender Bericht aus Ruanda

Ein alarmierender Bericht aus der Partnerdiözese Cyangugu in Ruanda hat das Bistum Speyer erreicht. Der Bischof der Nachbardiözese Gikongoro, Célestin Hakizimana, schildert darin die gravierenden Auswirkungen der Corona-Pandemie. Nach dem Tod von Bischof Jean Damascène Bimenyimana leitet er vorübergehend die Diözese. Bischof Hakizimana berichtet, dass viele Menschen  ihre Arbeit und ihren Lebensunterhalt verloren haben. Familien können ihre Kinder nicht mehr ernähren. Die Schulen sind geschlossen, viele Kinder drohen in die Kriminalität abzurutschen. Patienten im Krankenhaus Mibilizi werden nicht mehr versorgt. Ärzte und Pflegekräfte müssen in staatliche Einrichtungen aushelfen. Es fehlt an Medikamenten und Schutzausstattung. Der Krankenwagen wurde beschlagnahmt. Die seelsorgerische Betreuung in den Pfarreien ist weitesgehend zum Erliegen gekommen.

Die dramatische Situation beschreibt ein Artikel in „der pilger“ >> die Kirchenzeitung im Bistum Speyer.

Das Bistum Speyer und die Partnergemeinden in Kaiserslautern, Erfenbach und Waldsee engagieren sich aktuell mit 50.000 Euro für die notleidenden Menschen in der Diözese Cyangugu.

Bitte helfen Sie, damit wir weiter helfen können.

Unsere Bankverbindung:
Partnerschaftsverein St. Martin Kaiserslautern e.V.
Kreissparkasse Kaiserslautern
IBAN: DE28 5405 0220 0000 0292 07
Verwendungszweck: Corona-Hilfe Ruanda

 

Ruanda: Corona-Info

Ruanda beabsichtigt seinen Flughafen zum 4. August trotzt steigender Infektionszahlen wieder für den internationalen Flugverkehr zu öffnen. Eine Einreise ist dann unter Auflagen möglich.
 
Die ruandische Regierung setzt verstärkt auf eine lokale Eingrenzung der Pandemie und verhängt strikt lokale Lockdowns. Die Distrikte Rubavu und Rusizi an der kongolesischen Grenze sind gesperrt. Der Distrikt Nyamasheke kann nur teilweise angefahren werden. Die Ausgangssperre zwischen 21 Uhr und 5 Uhr bleibt weiterhin bestehen.

Gottesdienste sollen unter Auflagen wieder möglich sein. Das Partnerschaftsbüro in Kigali ist wieder vollumfänglich arbeitsfähig.

Alle Infos über die Lage in Ruanda anlässlich der Corona-Pandemie haben das Ruanda-Referat der Landesregierung Rheinland-Pfalz und der Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz/Ruanda zusammengetragen. Das Update vom 17. Juli 2020 lesen Sie hier!

Corona und Hunger

Unsere Partnergemeinden Shangi und Muyange in Ruanda haben aktuell nicht nur mit dem Coronavirus zu kämpfen: Hinzukommen Regenfälle, die in zahlreichen Regionen Ruandas für Überschwemmungen und damit für Ernteausfälle sorgen. Auch die Menschen in unseren Partnergemeinden sind betroffen.

Die Pfarrei Heiliger Martin hat jetzt eine Soforthilfe nach Ruanda überwiesen. Ohne Ihre Spende wäre dies nicht möglich gewesen – herzlichen Dank dafür, auch im Namen der 90 in Not geratenen Familien, denen jetzt schnell und unkompliziert geholfen werden konnte.

Weitere Infos finden Sie hier →