Corona-Hilfsfonds für Ruanda

Das Coronavirus breitet sich auf dem afrikanischen Kontinent immer weiter aus. Auch unser Partnerland Ruanda ist hiervon betroffen. Viele unserer Partner haben sich bereits an den Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz / Ruanda e. V. gewandt. Der Verein, in dem auch wir als Partnerschaftsverein St. Martin Kaiserslautern e. V. Mitglied ist, möchte unsere ruandischen Partner in dieser schwierigen Situation unterstützen.

In einem Schreiben informieren Roger Lewentz und Dr. Richard Auernheimer über das geplante Hilfsprogramm. Lassen Sie uns gemeinsam unseren Partnern in Ruanda zur Seite stehen.

Visit Rwanda soon…

Auch Ruanda kämpft gegen das Coronavirus. Seit dem 21. März gilt eine vollständige Ausgangssperre. Mittlerweile hat Ruanda um die 105 Infizierte (Stand: 07. April 2020). Bislang gibt es keine Todesfälle zu beklagen. In Ruanda werden viele Corona-Tests durchgeführt. Wie die Lage in Ruanda ist, haben die Teams vom Ruanda-Referat und vom Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz / Ruanda in einem Rundbrief an alle Ruanda-Engagierte zusammengetragen. 

Grüße aus Uruguay

Pfarrer Nelson Gonzalez (Uruguay)
PFARRER NELSON GONZALEZ (URUGUAY) segnete am Palmsonntag jedes Haus in seiner Gemeinde.

Auch in Uruguay hat das Coronavirus den Lebensalltag der Menschen verändert. Pfarrer Nelson Gonzalez ließ es sich jedoch nicht nehmen, den Menschen seiner Gemeinde nahe zu sein. Dafür ließ er sich etwas Besonderes einfallen: Am Palmsonntag fuhr er mit dem Auto von Haus zu Haus und segnete jedes Anwesen und dessen Bewohner. 

Heute (Palmsonntag) haben wir mit Hilfe der Schwestern ALLE HÄUSER VON RODRÍGUEZ gesegnet.
Wir lassen kein Haus ohne Segen. Einige morgens und andere nachmittags. Wir arbeiten mehr als der Esel, der Jesus gebracht hat.
Wie ein alter Priester sagte:
„Müde wie ein Esel, aber treu wie ein Hund“
Möge der Herr uns Ausdauer, Freude und viel Hoffnung gewähren.

Es war ein Geschenk Gottes für die Schwestern und für mich, jeder Familie nahe sein zu können.

Pfarrer Nelson Gonzalez (Uruguay)

Coronavirus in Ruanda

Das Ruanda-Referat des rheinland-pfälzischen Innenministeriums teilte am 20. März 2020 mit, dass der im Juni geplante Ruanda-Tag wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden wird. Ob und wann die Veranstaltung in diesem Jahr stattfinden kann, ist noch völlig unklar. Die Corona-Krise hat nicht nur Rheinland-Pfalz, sondern auch unser Partnerland Ruanda fest im Griff.

Das Referat teilte weiter mit: „Auch wenn es [in Ruanda] bislang noch vergleichsweise wenig Infizierte und diese auch nur in Kigali gibt, so unternimmt die ruandische Regierung doch erhebliche Anstrengungen, um die Ausbreitung des Virus zu unterbinden.
In den vergangenen Tagen wurde der Reiseverkehr innerhalb Ruandas stark beschränkt, von der Benutzung der Busse wird abgeraten. Die Menschen sollen möglichst zu Hause bleiben. Wie auch bei uns wurden in Ruanda nun alle Schulen und Universitäten geschlossen.
Auch das rheinland-pfälzische Koordinationsbüro arbeitet nur noch sehr eingeschränkt mit reduziertem Personal. Nur die nötigsten Maßnahmen (z.B. die Auszahlung von Geldern) können vorgenommen werden. Das Büro ist für Besucher geschlossen.“

Das Ruanda-Referat bittet um Verständnis, dass die Projekte in Ruanda derzeit nur verzögert in Angriff genommen beziehungsweise durchgeführt werden können. „Wir haben eine Fürsorgepflicht für die Mitarbeiter vor Ort und sollten auch die ruandischen Behörden in ihrem Bestreben unterstützen, die Bevölkerung vor dem Virus und seiner weiteren Ausbreitung zu schützen“, so das Referat. Das gesamte Ruanda-Referat im Ministerium des Innern und für Sport arbeite derzeit im Homeoffice und sein nach wie unter den gewohnten Telefonnummern und E-Mail Adressen erreichbar.

Bitte bleiben Sie gesund. Bleiben Sie zu Hause. 

Coronavirus | Reisewarnung

Das Auswärtige Amt hat am 17. März 2020 wegen der Corona-Pandemie eine weltweite Reisewarnung herausgegeben. Die Bundesregierung hat eine noch nie dagewesene Rückholaktion von deutschen Staatsangehörigen und ihren Familienangehörigen gestartet. Von Reisen nach Ruanda raten wir dringend ab! Schützen Sie sich und andere. Bitte bleiben Sie zu Hause. 

Famulatur in Ruanda

Lisa (links) und Pauline (rechts) absolvieren aktuell ihre Famulatur im Hospital Mibilizi (Ruanda)
Lisa (links) und Pauline (rechts) absolvieren aktuell ihre Famulatur im Hospital Mibilizi (Ruanda)

Lisa und Pauline sind seit gut einer Woche zur Famulatur in Ruanda. Im Krankenhaus von Mibilizi, in der Diözese unserer Partnergemeinden Shangi und Muyange, absolvieren die beide 24-jährigen Studentinnen ihr medizinisches Praktikum. 

„Bis jetzt genießen wir Ruanda in vollen Zügen! […] Wir hatten schon lange den Traum, eine Famulatur in Afrika zu machen. Wir wollten sehen, wie man in einem Entwicklungsland mit sehr begrenzten medizinischen Möglichkeiten Patienten so gut es geht versorgen kann, und wie das Leben generell in einem so anderen Land als Deutschland zugeht. Den Erfahrungsbericht von Lisa und Lisanna → haben wir im Internet gefunden und nach [dem Kontakt zum Partnerschaftsverein St. Martin Kaiserslautern e. V.] waren wir uns sicher, dass die Famulatur in Mibilizi die richtige Entscheidung ist. Am 1. September 2019 haben wir auf der Partnerschaftsfeier [und der Martinskerwe in Kaiserslautern] schon viele Menschen aus Ruanda kennengelernt, auch Clemens und Jonas →, die beiden Studenten die letztes Jahr in Mibilizi waren. Alle waren so nett und offen dass wir es seitdem nicht erwarten konnten endlich loszufliegen.“ (Pauline)

Auf Twitter → berichten die Studentinnen aus Bayern und der Pfalz regelmäßig über ihre Erlebnisse während ihrer Zeit in Ruanda. 

Danke – Sternsinger sammeln für Ruanda und Uruguay

Auch in diesem Jahr waren in der Gemeinde St. Martin wieder kleine und große Könige unterwegs, um den Segen Gottes für das Jahr 2020 zu bringen. In neun Gruppen mit unterschiedlicher Besetzung sammelten wir für unsere Partnergemeinden in Ruanda und Uruguay 10.917,81 Euro Spenden.

Foto: Privat

Gestartet sind wir bereits am 2. Januar und einige sind auch an mehreren Tagen unterwegs gewesen – leider darunter auch Regentage. Aber glücklicherweise hatten wir dieses Mal keinen Schnee.

Viele Menschen, die wir besuchten, freuen sich jedes Jahr und erwarten die Sternsinger schon ganz gespannt. Besonders eine Dame, die wir erst beim dritten Versuch erreicht haben, war total überwältigt und hatte Tränen in den Augen. Das ist auch für die Kinder eine neue Erfahrung.

Bereits im Dezember trafen wir uns, um neue Lieder zu lernen und die alten aufzufrischen. In diesem Jahr ist der Libanon das Beispielland des Kindermissionswerks und hier werden Projekte unterstützt, die vermitteln, wie ein friedliches Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft, Kultur und Religion gelingen kann. Deshalb haben wir ein neues Lied zum Thema Frieden gelernt.

Am Samstag gab es im Edith-Stein-Haus wie immer ein leckeres Mittagessen mit Kartoffelsuppe und Dampfnudeln, das von fleißigen Frauen aus der Pfarrei gereicht wurde. Vielen Dank dafür – wir konnten uns etwas aufwärmen und ausruhen.

Im Gottesdienst am Sonntag durften alle Sternsinger in ihren königlichen Gewändern mit den Messdienern und dem Pfarrer in die Kirche einziehen.

Am 6. Januar besuchten wir in der Innenstadt mit einer großen Gruppe unsere Kita, einige Banken und andere Institutionen, wo wir immer sehr freundlich empfangen wurden. Einen kleinen Imbiss gab es wie jedes Jahr in der Kreissparkasse. Danach konnten wir auch noch den Polizeipräsidenten mit vielen Mitarbeitern im Polizeipräsidium besuchen. Es ist immer wieder ein tolles Erlebnis und eine Wertschätzung für die Kinder, wenn so viele Polizisten uns erwarten und auch großzügig spenden.

Allen Spendern sprechen wir Sternsinger unseren Dank aus und hoffen, dass uns auch im nächsten Jahr bei der Sternsingeraktion 2021 wieder viele Türen und Herzen geöffnet werden, damit die weltweit größte Spendensammlung von Kindern für Kinder weitergehen kann und viele sinnvolle Projekte in armen Ländern realisiert werden können. (Eva-Maria Schwehm |erf)