Coronavirus in Ruanda

Das Ruanda-Referat des rheinland-pfälzischen Innenministeriums teilte am 20. März 2020 mit, dass der im Juni geplante Ruanda-Tag wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden wird. Ob und wann die Veranstaltung in diesem Jahr stattfinden kann, ist noch völlig unklar. Die Corona-Krise hat nicht nur Rheinland-Pfalz, sondern auch unser Partnerland Ruanda fest im Griff.

Das Referat teilte weiter mit: „Auch wenn es [in Ruanda] bislang noch vergleichsweise wenig Infizierte und diese auch nur in Kigali gibt, so unternimmt die ruandische Regierung doch erhebliche Anstrengungen, um die Ausbreitung des Virus zu unterbinden.
In den vergangenen Tagen wurde der Reiseverkehr innerhalb Ruandas stark beschränkt, von der Benutzung der Busse wird abgeraten. Die Menschen sollen möglichst zu Hause bleiben. Wie auch bei uns wurden in Ruanda nun alle Schulen und Universitäten geschlossen.
Auch das rheinland-pfälzische Koordinationsbüro arbeitet nur noch sehr eingeschränkt mit reduziertem Personal. Nur die nötigsten Maßnahmen (z.B. die Auszahlung von Geldern) können vorgenommen werden. Das Büro ist für Besucher geschlossen.“

Das Ruanda-Referat bittet um Verständnis, dass die Projekte in Ruanda derzeit nur verzögert in Angriff genommen beziehungsweise durchgeführt werden können. „Wir haben eine Fürsorgepflicht für die Mitarbeiter vor Ort und sollten auch die ruandischen Behörden in ihrem Bestreben unterstützen, die Bevölkerung vor dem Virus und seiner weiteren Ausbreitung zu schützen“, so das Referat. Das gesamte Ruanda-Referat im Ministerium des Innern und für Sport arbeite derzeit im Homeoffice und sein nach wie unter den gewohnten Telefonnummern und E-Mail Adressen erreichbar.

Bitte bleiben Sie gesund. Bleiben Sie zu Hause. 

Coronavirus | Reisewarnung

Das Auswärtige Amt hat am 17. März 2020 wegen der Corona-Pandemie eine weltweite Reisewarnung herausgegeben. Die Bundesregierung hat eine noch nie dagewesene Rückholaktion von deutschen Staatsangehörigen und ihren Familienangehörigen gestartet. Von Reisen nach Ruanda raten wir dringend ab! Schützen Sie sich und andere. Bitte bleiben Sie zu Hause. 

Famulatur in Ruanda

Lisa (links) und Pauline (rechts) absolvieren aktuell ihre Famulatur im Hospital Mibilizi (Ruanda)
Lisa (links) und Pauline (rechts) absolvieren aktuell ihre Famulatur im Hospital Mibilizi (Ruanda)

Lisa und Pauline sind seit gut einer Woche zur Famulatur in Ruanda. Im Krankenhaus von Mibilizi, in der Diözese unserer Partnergemeinden Shangi und Muyange, absolvieren die beide 24-jährigen Studentinnen ihr medizinisches Praktikum. 

„Bis jetzt genießen wir Ruanda in vollen Zügen! […] Wir hatten schon lange den Traum, eine Famulatur in Afrika zu machen. Wir wollten sehen, wie man in einem Entwicklungsland mit sehr begrenzten medizinischen Möglichkeiten Patienten so gut es geht versorgen kann, und wie das Leben generell in einem so anderen Land als Deutschland zugeht. Den Erfahrungsbericht von Lisa und Lisanna → haben wir im Internet gefunden und nach [dem Kontakt zum Partnerschaftsverein St. Martin Kaiserslautern e. V.] waren wir uns sicher, dass die Famulatur in Mibilizi die richtige Entscheidung ist. Am 1. September 2019 haben wir auf der Partnerschaftsfeier [und der Martinskerwe in Kaiserslautern] schon viele Menschen aus Ruanda kennengelernt, auch Clemens und Jonas →, die beiden Studenten die letztes Jahr in Mibilizi waren. Alle waren so nett und offen dass wir es seitdem nicht erwarten konnten endlich loszufliegen.“ (Pauline)

Auf Twitter → berichten die Studentinnen aus Bayern und der Pfalz regelmäßig über ihre Erlebnisse während ihrer Zeit in Ruanda. 

Danke – Sternsinger sammeln für Ruanda und Uruguay

Auch in diesem Jahr waren in der Gemeinde St. Martin wieder kleine und große Könige unterwegs, um den Segen Gottes für das Jahr 2020 zu bringen. In neun Gruppen mit unterschiedlicher Besetzung sammelten wir für unsere Partnergemeinden in Ruanda und Uruguay 10.917,81 Euro Spenden.

Foto: Privat

Gestartet sind wir bereits am 2. Januar und einige sind auch an mehreren Tagen unterwegs gewesen – leider darunter auch Regentage. Aber glücklicherweise hatten wir dieses Mal keinen Schnee.

Viele Menschen, die wir besuchten, freuen sich jedes Jahr und erwarten die Sternsinger schon ganz gespannt. Besonders eine Dame, die wir erst beim dritten Versuch erreicht haben, war total überwältigt und hatte Tränen in den Augen. Das ist auch für die Kinder eine neue Erfahrung.

Bereits im Dezember trafen wir uns, um neue Lieder zu lernen und die alten aufzufrischen. In diesem Jahr ist der Libanon das Beispielland des Kindermissionswerks und hier werden Projekte unterstützt, die vermitteln, wie ein friedliches Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft, Kultur und Religion gelingen kann. Deshalb haben wir ein neues Lied zum Thema Frieden gelernt.

Am Samstag gab es im Edith-Stein-Haus wie immer ein leckeres Mittagessen mit Kartoffelsuppe und Dampfnudeln, das von fleißigen Frauen aus der Pfarrei gereicht wurde. Vielen Dank dafür – wir konnten uns etwas aufwärmen und ausruhen.

Im Gottesdienst am Sonntag durften alle Sternsinger in ihren königlichen Gewändern mit den Messdienern und dem Pfarrer in die Kirche einziehen.

Am 6. Januar besuchten wir in der Innenstadt mit einer großen Gruppe unsere Kita, einige Banken und andere Institutionen, wo wir immer sehr freundlich empfangen wurden. Einen kleinen Imbiss gab es wie jedes Jahr in der Kreissparkasse. Danach konnten wir auch noch den Polizeipräsidenten mit vielen Mitarbeitern im Polizeipräsidium besuchen. Es ist immer wieder ein tolles Erlebnis und eine Wertschätzung für die Kinder, wenn so viele Polizisten uns erwarten und auch großzügig spenden.

Allen Spendern sprechen wir Sternsinger unseren Dank aus und hoffen, dass uns auch im nächsten Jahr bei der Sternsingeraktion 2021 wieder viele Türen und Herzen geöffnet werden, damit die weltweit größte Spendensammlung von Kindern für Kinder weitergehen kann und viele sinnvolle Projekte in armen Ländern realisiert werden können. (Eva-Maria Schwehm |erf)

Ruandakaffee jetzt bio-zertifiziert

Die Kooperative Kopakama ist nun bio-zertifiziert! Sie liegt in der Region unserer Partnergemeinden in Ruanda. Von der Kooperative beziehen wir über EL PUENTE unseren Ruandakaffee.

Als Importorganisation unter Ausschaltung des profitorientierten Zwischenhandels fördert EL PUENTE Kleinbetriebe und Genossenschaften in Entwicklungsländern durch die Vorfinanzierung ihrer Lieferung. Die Organisation setzt sich für einen gerechteren Welthandel und eine selbstbestimmende Entwicklung in den Partnerländern ein. Unserer Partner erhalten über EL PUENTE garantierte Preise und langfristige Handelsperspektiven.

Bei einem Besuch in Ruanda hat EL PUENTE das Projekt „Bio-Kaffee“ mit angestoßen. Wir hoffen nun, im nächsten Jahr den ersten Bio-Kaffee aus Ruanda in Empfang nehmen zu können. Der EL PUENTE Entwicklungsfonds hat die Umstellung auf Bio-Anbau durch Zuschüsse gefördert und der Kooperative für die anfallenden Kosten einen zinsfreien Kredit zur Verfügung gestellt.

Die Kaffeebohnen sind von höchster Qualität. Sie werden durch unseren Partner „KFE Kaffee“ in Landau/Pfalz nach einem Bioverfahren schonend geröstet. So werden Säuren abgebaut und der Kaffee wird sehr aromatisch und bekömmlich.

Partnerschaftsverein: Jahresbericht

Herzlichen Dank an Sie alle, die uns seit Jahren schon so tatkräftig unterstützen. Nur durch die Unterstützung vieler können wir etwas bewegen. Nur durch die Unterstützung vieler ist der Partnerschaftsverein St. Martin Kaiserslautern e. V.  „handlungsfähig“. Nur gemeinsam können wir mithelfen am Bau der Einen Welt.

Herzliche Grüße,
Dorothea Fuchs (Vorsitzende)

Faire Woche

Gleiche Chancen durch fairen Handel. Der Arbeitskreis Umwelt der Gemeinde St. Martin lädt nach dem Gemeindegottesdienst am 22. September, von 12 Uhr bis 13 Uhr, zum „Kirchen-Cafe“ ein und informiert über die Faire Woche. Gleichzeitig bietet unsere Eine-Welt-Initiative „Das Lädchen“ fair gehandelte Artikel und Ruandakaffe zum Verkauf an.

Seit mehr als 15 Jahren lädt die Faire Woche → jeden September alle Menschen in Deutschland dazu ein, Veranstaltungen zum Fairen Handel in ihrer Region zu besuchen oder selbst zu organisieren. Mit jährlich über 2.000 Aktionen ist sie bundesweit die größte Aktionswoche des Fairen Handels. Ein besonderer Höhepunkt: Im Aktionszeitraum reisen internationale Vertreter*innen von Handelspartnern durch ganz Deutschland und berichten von ihren Erfahrungen mit dem Fairen Handel. Veranstalter der Fairen Woche ist das Forum Fairer Handel in Kooperation mit TransFair und dem Weltladen-Dachverband – die Organisation der Aktionen vor Ort übernehmen Weltläden, lokale Aktionsgruppen, Schulen oder auch Privatpersonen. 2019 findet die Faire Woche vom 13. bis 27. September zum Schwerpunktthema „Geschlechtergerechtigkeit“ statt.

Der Arbeitskreis Umwelt der Gemeinde St. Martin lädt nach dem Gemeindegottesdienst am 22. September, von 12 Uhr bis 13 Uhr, zum „Kirchen-Cafe“ ein und informiert über die Faire Woche. Gleichzeitig bietet unsere Eine-Welt-Initiative „Das Lädchen“ fair gehandelte Artikel und Ruandakaffe zum Verkauf an.

Turi inshuti – Wir sind Freunde

Unser Schülerfond unterstützt Schülerinnen und Schüler in unseren Partnergemeinden Shangi und Muyange (Ruanda).

Seit mehr als 35 Jahren hat die Gemeinde St. Martin Kaiserslautern eine Partnerschaft mit der Pfarrei Shangi in Ruanda. Das wollen wir am Sonntag, 1. September 2019, mit einem Festgottesdienst um 11 Uhr in der Martinskirche und anlässlich unseres Kirchweihfestes, der Martinskerwe, feiern.

Graswurzelpartnerschaft

Durch die Partnerschaft sind kleine Inseln der Hoffnung entstanden, die als Lichtblicke ausstrahlen. Die finanziellen Hilfen aus St. Martin kommen den Menschen unmittelbar zu Gute. Alle Projekte und Initiativen, die von der Gemeinde St. Martin gefördert wurden, werden durch örtliche Gremien eigenverantwortlich geleitet und vom Land Rheinland-Pfalz unterstützt und mitgetragen. Das Geld wird sinnvoll und dem Verwendungszweck entsprechend eingesetzt. In den vergangenen Jahren ist vieles entstanden und gewachsen. Die aus dieser Zusammenarbeit entstandene “Graswurzelpartnerschaft” ist zu einem gut funktionierenden Netzwerk geworden. Darauf können wir stolz sein.

Partnerschaft und Freundschaft

Die Grundlage der Partnerschaft war von Anfang an Vertrauen und Verantwortlichkeit. Wir haben unseren Partnern vertraut und sind durch die Wahrnehmung ihrer Verantwortlichkeit bestärkt worden. Das Wichtigste aber ist, dass die Christen in Shangi erfahren haben, dass sie nicht alleine sind, dass es Menschen gibt, die an sie denken, die sich mit ihnen freuen und die mit ihnen leiden, gerade auch während und nach den Ereignissen des Genozids von 1994. Diese Solidarität und dieses Mitleiden haben uns gegenseitig bereichert. Dadurch hat sich die Partnerschaft zu einer Freundschaft entwickelt und vertieft. Gerade diese Freundschaft ist es, die von den Christen in Shangi und Muyange dankbar als Geschenk begriffen und als Hoffnungszeichen für ihr Leben empfunden wird. Wir sind nicht allein, denn “Turi inshuti – Wir sind Freunde”.

Shangi und Muyange – unsere Partnergemeinden

Die Pfarrei Shangi wurde 1940 gegründet, zu ihr gehören vier Zentralen mit insgesamt 18.471 Katholiken in 142 Basisgemeinschaften. Muyange war lange Zeit eine Zentrale der Pfarrei Shangi und ist nun seit 2001 selbstständige Pfarrei mit vier Zentralen. Unsere verantwortlichen Partner bilden ein Partnerschaftskomitee aus 16 Mitgliedern, davon sieben Frauen.

Da Shangi und Muyange im Südwesten Ruandas liegen, im Grenzgebiet zum Kongo, ist es von extremer Armut und politischer Instabilität gezeichnet. Das macht unsere Hilfen so lebensnotwendig.

Geben und Nehmen

Uns ist die Unterstützung von dynamischen Prozessen wichtig, wie zum Beispiel das Bilden von Witwengruppen, Eltern- und Schülergruppen, Aidshilfegruppen, Waisenkindergruppen, das Ziegenprojekt und eine Nähstube. “Geben und Nehmen” ist unser Motto. Ideen und Initiativen auf jeder Seite entwickeln, Probleme anpacken und kreativ werden. Der Austausch gestaltet unserer Partnerschaft lebendig. Zu dem Austausch gehören auch Begegnungen und Besuche. Dadurch ist die Partnerschaft auch für uns zu einer großen Bereicherung geworden.

Ein Schwerpunkt unserer Partnerschaft ist die Bildungsförderung, denn Schulbildung möglichst für alle ist wichtig, “ohne Bildung keine Entwicklung“.

Wir freuen uns über unsere Gäste

Eine kleine Delegation aus unserer Partnergemeinde in Ruanda wird uns von Freitag, 30.08.2019, Ankunft 10:05 Uhr in Frankfurt, bis Freitag, 06.09.2019, Abflug 07:25 Uhr ab Frankfurt, besuchen. Das Programm während des Aufenthaltes unserer Gäste aus Ruanda finden Sie etwas weiter unter als pdf-Datei zum Herunterladen. 

Über Unterstützung zur Finanzierung der Begegnung sind wir sehr dankbar.

Spendenkonto:
Partnerschaftsverein St. Martin Kaiserslautern e.V.
Kreissparkasse Kaiserslautern
IBAN: DE28 5405 0220 0000 0292 07
Stichwort: Begegnungsfonds