Erdbeben: Bericht des Koordinationsbüros

Das Koordinationsbüro in Kigali schreibt am 04.02.2008 

Nun zu den Informationen über das Erdbeben in der westlichen Provinz. Es gibt zehn Tote in der Kirche von Nkanka, viele Verletzte und mehr oder weniger 40 zerstörte Häuser. Die Schulen haben teilweise große Schäden davon getragen. Insgesamt sind bis jetzt 34 Tote und 434 Verletzte in den Distrikten Rusizi und Nyamasheke gemeldet worden. Die Verletzten werden in den Hauptkrankenhäuser des Landes versorgt. Soviel zu den vorläufigen Meldungen, wenn es etwas Neues gibt melden wir uns noch mal.

 


Erdbeben: eMail von Agnes Mmujawamariya

Agnes aus Shangi, zur Zeit Studentin an der Uni in Kaiserslautern, schreibt am 04.02.2008 

Ich habe gerade mit jemanden in Shangi telefoniert, das Erdbeben hat auch Shangi getroffen und es gibt dort viele Schäden und viele Menschen sind verletzt. Es war während des Gottesdienstes und die Kirche ist total zerstört, sowie die ganze Schule in Shangi. Auch das Haus, wo Leoncie mit den Schwestern gewohnt hat ist ganz zerstört. Bis jetzt gibt es ein Toter in Shangi. Es gibt kein Unterricht mehr für die Schüler. Er hat mir gesagt, dass die schlimmsten betroffenen Regionen sind: Cyangugu, Nkanka, Shangi, Mwito (liegt auch nicht so weit von Shangi), … Zuhause (Eltern und alle Geschwister haben alle überlebt, keiner ist verletzt). Muyange ist nicht so schlimm getroffen, die Kirche ist zwar zerstört, aber es konnte darin ein Gottesdienst stattfinden, dort wurde niemand verletzt. Es war nicht so schlimm wie in Shangi.

 

Erdbeben: Bericht des Bischofs

Bericht von Bischof Jean Damasène Bimenyiama:

Sonntag, 03.02.2008, ein Erdbeben hat in der Region der Großen Seen , besonders in Ruanda, große Teile verwüstet (abgerissen). Der Teil unseres Landes, der am meisten betroffen ist, ist der Süden unserer Provinz im Westen, dort wo sich die Diözese Cyangugu befindet. Die Kirchengemeinden am Kivu-See waren die am meisten getroffenen. Der verhängnisvolle Zwischenfall ereignete sich um 9:35 Uhr, wo die treuen Christen in den Gemeinden für die Feier der sonntäglichen Messen versammelt waren. Die menschlichen, wie die sachlichen Schäden sind enorm. Die Diözese Cyangugu ist größten Teils zerstört und wir haben viel Material und Infrastruktur in den verschiedenen Kirchengemeinden verloren.
 

Pfarrei Shangi: 

Die Mauern der Kirche und der Turm sind voller Risse und baufällig und müssen komplett neu aufgebaut werden. Die Kirche der Zentrale in Bumazi ist ebenfalls sehr baufällig. Auch das Kloster „Sœurs Pénitentes de Saint François d’Assise” ist sehr verletzt. Eine Restaurierung ist unmöglich, genauso die Grundschule in Shangi, sie müssen ganz neu aufgebaut werden. Auch die Oberschule „Institut Saint-François“ ist sehr beschädigt. Das Schwesternhaus „Pénitentes de Saint François d’Assise“ ist eingestürzt. die Klassensäle, die Schlafstellen, der Speisesaal müssen neu aufgebaut werden. Es gab während des Einsturzes 2 Tote und in der Zentrale Bumazi gab es 2 Tote. Es gibt viele Verletzte und Traumatisierte, sie sind ins Krankenhaus Bushenge evakuiert worden. Auch das Krankenhaus in Bushenge ist stark beschädigt worden. Die Patienten müssen im Hof stehen.