Wir ziehen um

Der Platz ist zu eng geworden, deshalb ziehen wir mit unserer Webseite auf einen neuen Server um.

Unsere Homepage wird daher in den nächsten Tagen, zwischen 2.00 Uhr und 7.00 Uhr, nicht erreichbar sein.

Partnerschaftskomitee

Partnerschaftskomitee Shangi 2014

Bereits im Oktober konstituierte sich das Partnerschaftskomitee in Shangi neu. Das Gremium koordiniert in vergleichbarer Weise zu unserem AK Weltkirche die Partnerschaftsarbeit vor Ort und hält Verbindung nach St. Martin Kaiserslautern.

Dem Komitee gehören Pfarrer Sylvian Ayobamvuga und 5 Gemeindemitglieder an: Claudine Uzayisenga (La Présidente), Aloys Mugabowindekwe (Vice Président), Bertha Mukanyangezi (Chargée des Associations), Jean Baptiste Nganabahutu (Conseiller) und Marie Rose Nyirandayambaje (Secrétaire).

Wir wünschen dem neuen Komitee alle Gute und freuen uns auf eine weiterhin so vertraute Zusammenarbeit.

 

Neuer Pfarrer in Muyange

Emmanuel Kalinijabo

Emmanuel Kalinijabo ist neuer Pfarrer in Muyange. Er wird gemeinsam mit John Nepomuscene Ombeni die Gemeinde im Südwesten Ruandas leiten.

Muyange war lange Zeit eine Zentrale unserer Partnergemeinde Shangi bevor die Gemeinde 1989 zur selbstständigen Pfarrei wurde. Zahlreiche Projekte, u.a. das Gesundheitszentrum und ein Mühlenprojekt, konnten wir in unserer jungen Partnergemeinde Muyange unterstützen.

Pfarrer Cyriaque Niyonteze, der die Pfarrei in diesem Jahr in ihr 25. Jubiläumsfest geführt hatte, haben wir als zuverlässigen Priester, Partner und Freund kennengelernt. Wir wünschen uns, dass Emmanuel Kalinijabo die Partnerschaft ebenso fruchtbar fortsetzt und freuen uns, ihn bald auch persönlich kennenzulernen.

(Martins)Brief aus Shangi

Anlässlich des Martinsfestes erhielt Dorothea Fuchs (Vorsitzende des AK Weltkirche) von Pfarrer Sylvain AYOBAMVUGA einen Brief aus Shangi, übersetzt von Charles Kabayire.

Liebe Dorothea,
Herzliche Grüße!

Wir freuen uns sehr, Ihnen den Brief zu schreiben, um Ihnen einige unseren Nachrichten mitzuteilen.

Zuerst wünschen wir Ihnen, ein schönes Fest St.Martins vor allem für Sie, Pfarrer Andreas KELLER und alle Christen der Pfarrei St. Martin. Soll der Heilige für uns und für unsere Pfarreien beten, damit wir in der Liebe, in der Gehorsamkeit und Einfachheit wie ihn leben können. […]

Wir möchten Ihnen mitteilen, dass wir dieses Fest am Sonntag, den 09.11.2014 hier in der Pfarrei SHANGI anstelle des 11.11. 2014 gefeiert haben, wegen der folgten Gründen:
1. Am gleiche Tag war Dienstag, Dienstag ist jedoch ein Arbeitstag und viele Leute könnte nicht die Möglichkeit haben, in die Messe zu kommen.
2. Es gibt die Gäste wie Pfarrer Thaddée NSENGUMUREMYI von Mwezi und die anderen, die an dem Fest nicht teilnehmen könnten.

Was dem Fest St.Martins angeht, begannen wir mit der Messe um 07:30. Die Messe war mit dem Chor angenehm, der gut gesungen hat. Nach der Messe im Mehrzweckhalle gab es die Präsentation der Spiele, die wirklich interessant und angenehm für die Auge und das Ohr waren. Diese Spiele wurden von den Partnerschaftsvereinen – AMIZERO Y’UBUZIMA (Hoffnung des Lebens), DUFATANYE (Zusammenarbeiten), TWISUNGANE (Mit einander helfen), TWIYEGERANYE (Zusammen sein), URUNGANO (die von gleichen Alter) und die unterstützten Schüler von 2014 vorbereitet. Sie bereiteten die Spiele und die Gedichte, die die Gäste interessiert haben. Es gab auch verschiedenen Personen wie Pfarrer Sylvain AYOBAMVUGA, die Vorsitzende des Partnerschaftskomitees Claudine UZAYISENGA, die Vereineverantwortliche Frau Berthe MUKANYANGEZI und der Staatsvertreter, die die Rede gehaltet, um ihre Freude auszudrücken.

In diesem Fest hatten wir viele Gäste: die Priester der Pfarrei SHANGI, der Pfarrer von MWEZI und die anderen Christen der Pfarrei SHANGI. Um diesen Feiertag zu schließen, dankte der Pfarrer allen, die zu diesem Fest gekommen waren.

Für die Jubiläumsvorbereitungen besuchte der Bischof Jean Damascene die Pfarrei zur Eröffnung des dritten Jahres der Jubiläumsvorbereitung. Es ist ein intensives Jahr für die pastorale Aktivitäten: alle die kirchlichen Basisgemeinschaften besuchen, die Strukturen der Pfarrei erneuern, eine Woche der Evangelisierung und andere, um die Christen geistlich vorzubereiten. Wir bereiten ein Pastoralprojekt vor, das wir Ihnen bald schicken werden. […]

Wir bleiben im Gebet verbunden.
Wie war das Fest bei Ihnen?

Grüßen Sie jeden für uns, bitte.
Pfarrer Sylvain AYOBAMVUGA 

NYIRANDAYAMBAJE Marie Rose, Sekretärin. 

 

 

Benefizkonzert

„Blech pur“ wurde im Jahr 1993 von Bernd Jörg gegründet. Musikerinnen und Musiker aus dem Großraum „Westpfalz“ haben sich zu einem Blechbläserensemble zusammengefunden.

Mit 4 Trompeten, 4 Posaunen, Horn und Tuba spielt das Ensemble Literatur, die von barocker Bläsermusik bis hin zu modernen Arrangements reicht.

Mittlerweile kann man auf zahlreiche Konzerte zurückblicken, wie Konzerte und Auftritte auf der Landesgartenschau in Kaiserslautern, im SWR, im Rosengarten Zweibrücken, im Volkspark Kaiserslautern und in mehreren Kirchen im Umkreis.

Beim Konzert am 09. November 2014, um 16.00 Uhr, in der Martinskirche wird für jeden Geschmack etwas dabei sein.

Ruandatag 2014

Liebe Ruanda-Freunde,

die Stadt Gau-Algesheim (zwischen Bingen und Ingelheim am Rhein) hat dieses Jahr die Aufgabe übernommen, den Ruandatag, am 13.09.2014, auszurichten und lädt hierzu herzlich ein.

Zusammen mit dem Ministerium des Innern für Sport und Infrastruktur sowie dem Verein Partnerschaft Rheinland-Pfalz / Ruanda und vielen rheinland-pfälzischen „Ruandagruppen“ hat man ein attraktives Informations-, Kultur-, Aktions- und Sportprogramm geschnürt, das sicherlich für jeden etwas zu bieten hat. Für eine kulinarische Vielfalt ist gesorgt.

Neben der Ministerpräsidentin Malu Dreyer werden auch Vertreterinnen und Vertreter der Republik Ruanda erwartet.

Ein Open-Air-Benefizkonzert findet bereits am 12.09.2014 auf der Schlosswiese in Gau-Algesheim statt.

Das ausführliche Programm und weitere Informationen finden Sie hier →

Rückblick: Famulatur in Ruanda

Lisanne Michels und Lisa Wocker hatten die Gelegenheit im März 2014 für mehrere Wochen ein Praktikum im Hospital Mibilizi in Ruanda zu absolvieren (hier geht’s zum Artikel → und hier zum Twitter-Tagebuch →). Das Krankenhaus liegt im Südwesten Ruandas, in unserer Partnerdiözese Cyangugu.

Die angehenden Ärztinnen haben einen Bericht über ihre Erfahrungen und das Krankenhaus geschrieben.

zum Erfahrungsbericht (.pdf) →

Wenn Sie unsere Projekte unterstützen und helfen wollen,
freuen wir uns über Ihre Spende →

 

Freiwilligendienst in Ruanda

Freiwilligendienst im Ausland heißt – ein Jahr im Ausland leben, arbeiten und Erfahrungen sammeln.

Wenn Du Interesse an sozialer Arbeit hast und den Traum verwirklichen möchtest, ein Jahr lang im Ausland zu leben, zu arbeiten und Erfahrungen zu sammeln, ist dieser Freiwilligendienst eine Möglichkeit für Dich, dies umzusetzen… weiterlesen →

Ab Sommer 2014 stehen Plätze für einen Freiwilligendienst in Ruanda zur Verfügung. Das Partnerprojekt Centre Urugwiro ist eine Tagesförderstätte für Menschen mit Behinderung und liegt in Nkanka in der Diözese Cyangugu. Wöchentlich besuchen 170 Kinder und Jugendliche die Förderstätte. Sie sind taubstumm, blind, körperlich oder geistig behindert und werden an einem bestimmten Wochentag entsprechend ihrer Beeinträchtigung betreut und gefördert. Die Lernangebote reichen von Lesen und dem Erlernen der Gebärdensprache über Gartenarbeit und die Versorgung der Tiere bis zu handwerklichen Projekten in Schreinerei und Näherei.

Freiwillige unterstützen die Mitarbeitenden bei der Vorbereitung und Durchführung pädagogischer Angebote. Sie betreuen die Kinder in den Pausen und am Nachmittag und unterstützen die Familien.

Bewerbungsschluss: 31. Mai 2014
Weitere Infos und Bewerbungsbogen →

Quelle: http://www.jugend-bistum-speyer.de

Gedenken: Genozid in Ruanda

„Bin dankbar, dass wir nicht alleine sind“
von Joachim Schwitalla
Die Rheinpfalz – Nr. 83 – Pfälzische Volkszeitung – 7. April 2014

„Ein Völkermord, wie er vor 20 Jahren in Ruanda passiert ist, darf nie wieder geschehen.“ Das hat Christine Nkulikiyinka, die ruandische Botschafterin, gestern bei einer Gedenkfeier für die Opfer des Genozids in Ruanda gesagt. Bei einem Gottesdienst in der St. Martinskirche, zu dem die ruandischen Studierenden der Technischen Universität Kaiserslautern eingeladen hatten, appellierte die Botschafterin, alles zu unternehmen, dass der Völkermord nicht in Vergessenheit gerät.

Die Gräueltaten seien ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit gewesen. „Menschen wurden gequält, vergewaltigt, abgeschlachtet. Es waren Mütter und Väter, Schwestern und Brüder. Sie alle hatten einen Namen und ein Gesicht.“ 1,2 Millionen Menschen seien es gewesen, die getötet wurden. „Ich bin dankbar, dass wir in diesen Tagen des Gedenkens nicht alleine sind“, dankte die Botschafterin für die moralische Unterstützung.Der Mainzer Justizminister Jochen Hartloff hob hervor: „Mit dem Gedenken wollen wir ein Zeichen setzen, dass unsere ruandischen Freunde nicht alleine sind, dass aus Trauer Hoffnung wächst.“ Hartloff setzte auf die Lernfähigkeit der Menschen und darauf, dass sie ihren christlichen Glauben umsetzen und in Frieden miteinander leben. Ihn erfülle es mit Scham, dass die Völkergemeinschaft damals in Ruanda versagt und weggeschaut habe. Er sei froh, dass Rheinland-Pfalz die Freundschaft mit den Menschen in Ruanda fortgesetzt habe. „Ich freue mich, so viele junge Menschen aus Ruanda hier zu sehen“, so Hartloff.

In Vertretung von Innenminister Roger Lewentz, der zeitgleich in Kigali an einer Gedenkfeier teilnahm, betonte Ministerialdirigent Randolf Stich, es sei unfassbar, was vor 20 Jahren in Ruanda geschehen sei, was Menschen ihren Mitmenschen angetan hätten. Wer sich an das schreckliche Geschehen erinnere und gedenke, sei auf dem Weg zu vergeben. Für ihn sei es eine große Ehre, mit den Menschen in Ruanda in Freundschaft verbunden zu sein.

Kaiserslautern sei stolz, dass in der Stadt eine solche Gedenkfeier für die Opfer des Völkermords in Ruanda stattfinde, sagte Bürgermeisterin Susanne Wimmer-Leonhardt. Den Menschen sei unsägliches Leid und Unrecht zugefügt worden. „Das dürfen wir nicht vergessen.“ Es stimme sie zuversichtlich, dass es in Kaiserslautern eine gute Zusammenarbeit von Gruppierungen gebe, die sich mit Ruanda seit vielen Jahren partnerschaftlich verbunden fühlten, erinnerte sie an Pfarreien, Schulen und die Universität.

Angesichts der vielen Gedenkstätten mit den sterblichen Überresten der ermordeten Opfer in Ruanda hinterfragte Pfarrer Andreas Keller in seiner Predigt, wie Versöhnung stattfinden kann. Die Spirale der Gewalt müsse auf der untersten Stufe beendet werden. Steige die Spirale, komme es zur Katastrophe.

Keller rief dazu auf, den Glauben endlich ernst zu nehmen und ihn zu leben. „Die gelebte Feindesliebe, der Verzicht auf Vergeltung und Rache, ebnet den Weg zur Versöhnung.“ Wer den Glauben und das Gebot der Feindesliebe nicht ernstnehme, der schraubt bereits an der nächsten Spirale der Gewalt. Versöhnung könne nicht durch Verdrängen geschehen, sagte Keller. Er appellierte, den Weg der Erneuerung vereint zu gehen. „Die Botschaft vom Verzicht von Gewalt und Vergeltung muss in die Herzen.“

Dem Gottesdienst ging ein Gedenkmarsch der Studierenden vom Hauptbahnhof zur Martinskirche voraus. Viele Freunde Ruandas aus Kaiserslautern, der Region und aus Mainz nahmen an dem Schweigemarsch teil. Unter ihnen Bürgermeisterin Susanne Wimmer-Leonhardt, Landtagsabgeordnete und TU-Präsident Professor Helmut Schmidt. 

Was geschah in Ruanda?

Wenn gestern Studierende aus Ruanda und Menschen, die partnerschaftlich mit Ruanda verbunden sind, auf die Straße gingen und in einem Gottesdienst an ein trauriges Kapitel in Ruanda erinnerten, hat das einen besonderen Grund. Vor 20 Jahren ereignete sich in Ruanda, dem afrikanischen Partnerland von Rheinland-Pfalz, eine Tragödie. Von April bis Juli 1994 rollte eine Welle der Gewalt über das Land. In etwa hundert Tagen wurden von Angehörigen der Volksgruppe der Hutus annähernd eine Million Menschen ermordet. Getötet wurden fast ausschließlich Frauen und Männer, die der Volksgruppe der Tutsi-Minderheit angehörten. Blinde Gewalt, Mord und Totschlag bestimmten den Genozid, so nennt man den Völkermord, der sich in dem afrikanischen Land abgespielt hat. Alleine in Shangi, der Partnergemeinde der Pfarrei St. Martin in Kaiserslautern, wurden über 8000 Menschen getötet. In Shangi erinnert eine unterirdische Grabstätte, in der die Gebeine der Ermordeten aufbewahrt werden, an das schreckliche Ereignis. Heute fragt man sich: Wie war es möglich, dass sich Freunde und Nachbarn gegenseitig töteten? Und wie können Opfer und Täter, nach allem was geschehen ist, gemeinsam miteinander weiterleben? Versöhnungsprogramme haben für das Leben der Menschen in Ruanda wertvolle Dienste geleistet.