Rwanda-Telecom… ;-)

Nachdem die letzten beiden Tage abends keine Internetverbindung moeglich war und der Strom heute zum wiederholten Male ausgefallen ist, jetzt schnell einen kurzen Zwischenbericht, solange der Dieselgenerator noch Energie liefert!

Wir haben gestern in Shangi mit einem grossen Fest die Partnerschaft gefeiert, heute waren wir tief im Sueden Ruands an der Grenze zu Burundi zu einer Priesterweihe eingeladen. Nach den repraesentativen Veranstaltungen der letzten Tage moechten wir nun morgen wieder nach Shangi und dort am Alltagsleben teilhaben und uns die Sorgen und Noete der Menschen anhoeren.

Jetzt treffen wir uns gleich noch mit dem Bischof und ich hoffe, hiernach nochmals eine Internetverbindung in Gang zu kriegen, um ausfuehrlicher zu berichten!

Noch vielen lieben Dank fuer die vielen eMail-Gruesse, ich konnte sie eben noch abrufen!

Land der Gegensätze (Nachtrag)

Es ist Sonntag, der 03. August 2008, wir stehen heute sehr früh auf und frühstücken bereits um 06.00 Uhr mit Bischof Jean Damascéne. Eine dreiviertel Stunde später sitzen wir in unserem Minibus und die Fahrt geht über holperige Sandpisten, Schlaglöcher und unbefestigte Straßen nach Nyabitimpo an die burundische Grenze. Wir sind dort zu einer Priesterweihe eingeladen und aus Platzgründen fahre ich mit Evariste im Geländewagen vorweg. Wenige Kilometer nach Cyangugu treffen wir auf eine Gruppe Menschen welche scheinbar aufgeregt am Straßenrand um eine Person herumstehen. Der Mann liegt am Boden und hält sich den Fuß, er hat sichtlich Schmerzen. Einige Meter weit weg liegt ein Fahrrad und ein Geländewagen steht mit zersplitterter Windschutzscheibe seitlich im Graben. Schnell wird klar, dass hier ein Verkehrsunfall passiert sein muß. Evariste und ich eilen den Menschen zur Hilfe, der Fuß des Mannes ist übel verdreht, wohlmöglich gebrochen. Er hat zahlreiche Schürfwunden und klagt über Schmerzen. Evariste fährt ihn mit dem Geländewagen ins Krankenhaus während ich wieder in den Minibus umziehe. Nach etwa drei Stunden Fahrt, halbplatten und übel nach Gummi stinkenden Reifen kamen wir in Nyabitimpo an.

Es erinnerte ein bißchen an die Bergpredigt, so oder so ähnlich muß es wohl gewesen sein: tausende, ich schätze es waren 4000 bis 6000 Menschen, standen oder saßen uns auf einem Hügel gegenüber, während vor uns, dem Hügel gegenüber den Menschen, Bischof Jean Damascéne die Messe und Priesterweihe zelebrierte. Eine atemberaubende und beeindruckende Kulisse. Zahlreiche Ehrengäste, Politiker und Geistliche waren geladen. Die sehr schöne und feierliche Messe, begleitet von drei Chören, dauerte beinahe vier Stunden und es war unser erster sonniger, nur leicht bewölkter Tag in Afrika.

Nach der Messe werden wir in das Gemeindezentrum geführt und können uns erfrischen bevor die Feier anläßlich der Priesterweihe beginnt, ständig begleitet von neugierigen Blicken nehmen wir etwas später wieder unsere Plätze ein.

Nach der Feier sind wir eingeladen, zu Speis und Trank in einem extra abgegrenzten Bereich. Durch die offenen Tore der als Sichtschutz aufgestellten Planen schauen uns zahlreiche Kinder beim Essen zu, vielleicht zwanzig, dreizig oder mehr Kinder, teilweise armselig bekleidet und immer wieder von den Ordnern weggescheucht, wenn sie zu Nahe kommen, um zu betteln. Ich fülle mir die Hosentaschen mit gekochten Eiern, packe mir in die Innentasche meines Jackets eine volle Fanta-Flasche und schleiche mich hinaus, ein kleiner Jungen folgt mir freudig. Ich schäme mich innerlich und bin froh, als das Essen endlich vorbei ist.

Am späten Abend kommen wir in Cyangugu an, das Internet funktioniert und ich kann einen kurzen Bericht absetzen. Nach dem Abendessen fängt es an zu regnen und mit Kopfschmerzen lege ich mich heute schlafen.

Das Fest! (Nachtrag)

Am Samstag, den 02. August 2008, war es dann endlich soweit: Wir feierten das Jubiläumsfest unserer 25-jährigen Partnerschaft. An diesem Tag sind wir gegen 08.00 Uhr los und nach Shangi gefahren. Die Fahrt dauerte für die etwa 25km lange Strecke knapp 1,5 Stunden. Zwischendurch machten wir noch Halt in Bushenge, im INCUTI-Lädchen. Ein kleiner Laden, der von unserer Pfarrei unterstützt wird und dessen Einnahmen in einen Schülerfonds fließen – „INCUTI“, das bedeutet Freundschaft, Freunde. Es ist ein kleiner überschaubarer Laden von vielleicht 4×4 Meter Grundfläche in dem man so allerlei Sachen, von Toilettenpapier über Batterien bis hin zu Stoffen, kaufen kann. Der Laden hatte bereits geöffnet und die Verkäuferin erzählte uns, dass das Geschäft zufriedenstellend laufen würde. Sie erklärte, dass das Warenangebot etwas größer, vielfältiger und der Laden dadurch attraktiver sein könnte. Die Frau schließt kurzerhand den Laden und wir nehmen sie mit nach Shangi zum Fest.

In Shangi werden wir bereits erwartet und viele, auch unsere Freunde aus Muyange, sind gekommen. Auf dem Weg in die Pfarrei merkte man bereits, dass heute ein besonderer Tag sein muß, die Menschen hatten ihre besten Kleider angezogen und auch wir hatten uns rausgeputzt, insbesondere unsere Frauen. Diese hatten in Shangi, von den dortigen Frauen, jeweils ein traditionelles Kleid genäht bekommen, welches sie zur Feier des Tages trugen.

Gegen 10.00 Uhr begann dann schließlich mit etwa 600 Menschen der feierliche Festgottesdienst in der provisorischen Kirche, einer Konstruktion aus Holzstämmen; Plastikplanen und Wellbleche bilden das Flachdach. Die eigentliche Kirche Shangis ist durch das Erdbeben erheblich beschädigt worden, so dass sie gesperrt werden musste und nicht mehr benutzt werden kann. Die Messe hielt Bischof Jean Damascene, der Gottesdienst dauerte etwa drei Stunden und die Zeit flog nur so dahin. Es gab so viel zu sehen, die Schulkinder welche vorm Altar tanzten, der Kirchenchor und die Gaben welche zur Segnung gebracht wurden. Diese reichten vom einfachen Korb mit Erdnüssen, Reis oder Bananen bis hin zu Hasen, Hühnern und Ziegen. Die Menschen müssen ihre kargen Vorratskammern geleert und ihr wertvollstes mitgebracht haben. Besonders begeistert haben uns die Gesänge des Chors und der Gemeinde – unbeschreiblich wenn mehr als 600 Menschen gemeinsam anfangen zu singen und zu tanzen, begleitet von Trommeln und einem Keyboard!

Nach der Messefeier wurde die Tageszeitung verlesen und wir hatten Gelegenheit, uns mit Wasser oder Cola, Fanta bzw. Sprite zu erfrischen. Währenddessen wurde die Kirche zu einem Festsaal mit Bühnenbereich umgestaltet und die Jubiläumsfeier konnte beginnen.

Es wurden Reden gehalten, viel gelacht, getanzt und gesungen! Ehrengäste aus Politik und der Gemeinde waren geladen, wir erhielten Geschenke und überreichten ebenfalls die unseren sowie das „Partnerschaftstuch“. Am späten Nachmittag endete die Feier mit einem Festessen im Gemeindesaal. Ein ganz besonderer Schmaus war hier der Geburtstagskuchen, geschmückt mit 25 Kerzen, die Bischof Jean Damascene, Pfarrer Alexis und Pfarrer Kaiser anzündeten und auspusteten.

Am Abend dann und bei Einbruch der Dunkelheit machten wir uns auf den Rückweg nach Cyangugu, überwältigt von den Eindrücken der Jubiläumsfeier und der Freundlichkeit und Gastfreundschaft die uns entgegengebracht wurde. In Cyangugu erwartet uns schließlich noch ein wenig Arbeit. Wir setzten uns mit Bischof Jean Damascene und dem Diözesanökonomen Evariste zusammen, um über den Wiederaufbau Shangis zu beraten. Evariste berichtete, dass etwa 1200 Familien in Shangi durch das Erdbeben ihr Haus verloren haben, etliche Privathaushalte seien beschädigt und man habe bereits um Hilfe bei der Caritas ersucht. Die ersten finaziellen Unterstützungen habe man dazu genutzt, um provisorische Schulen, Kirchen, Sanitäranlagen und Gemeinschaftsunterkünfte zu errichten. Das Kabinett Rwandas habe schließlich bereits Anfang Mai beschlossen, die Schulen wieder aufzubauen, bislang sei vom Staat jedoch keine Hilfe eingetroffen. Mit dem Bischof und Evariste kamen wir schließlich übereinstimmend zu dem Schluß, dass St. Martin helfen wird, den Mehrzweck- und Gemeindesaal in Shangi wieder aufzubauen. Der Saal wird von den verschiedenen Gruppen und Vereinen der Gemeinde genutzt, z. B. als Versammlungsraum, für Veranstaltungen und Treffen. Er ist u. a. auch Anlaufstelle für Hilfesuchende sowie für die Arbeitslosen-, AIDS- und Familienberatung.

Am späten Abend, nach etlichen Versuchen einen Internetzugang zustande zu kriegen, gehe ich müde auf mein Zimmer. Die Anderen schlafen bereits, denn am nächsten Tag werden wir nach Nyabitimpo an die burundische Grenze fahren. Wir sind dort zu einer Priesterweihe eingeladen und die Fahrt dauert etwa drei Stunden, so dass wir bereits um 06.00 Uhr frühstücken werden. Ich sage meinem Geko „Gute Nacht“ und falle erschöpft ins Bett.

Roter Sand und Gruen in allen Farben

Wir sind in unserer Partnergemeinde Shangi angekommen, ich berichte heute aus dem Haus des Bischofs in Cyangugu.

Nachdem wir gestern in Kigali losgefahren sind, fuehrte unser Weg nach Butare, dort legten wir eine Pause ein. Herr Farrenkopf und seine Ehefrau begleiteten uns zunaechst ein Stueck in einem Gelaendewagen, sie wurden von dem Finanzverwalter und Oekonom der Dioezese, Evariste Abbe Nambaje, gefuehrt, waehrend wir in unserem Minibus mit unserem Fahrer Martin, Leoncie und Pfarrer Alexis voraussfuhren. Unsere Begleiter mussten zunaechst eine Werkstatt aufsuchen, um einen Reifen wechseln zu lassen.

Die Fahrt nach Butare verlief problemlos – die Strassenverhaeltnisse waren wider erwarten sehr gut, was sich ab Butare und durch den Urwald, den Nationalpark Nyungwe, rasant aenderte. Etliche Schlagloecher, teilweise so tief wie Badewannen, saeumten unseren Weg, so dass die Fahrt abseits der Strasse in unbefestigtem Gelaende oftmals komfortabler erschien. Die einbrechende Dunkelheit gegen 18.00 Uhr und die Tatsache, dass wir in Buyange recht spaet fortkamen erschwerte die Fahrt zunehmend. Letztlich passierten wir gegen 19.00 Uhr den Pfarrbereich Shangi, wo wir nur kurz anhielten und uns Herr Farrenkopf einholte. Trotz der Anstrengungen konnten wir viele Eindruecke sammeln und geniessen. Das Land hier ist einfach ueberwaeltigend – Huegel an Huegel, rote Erde bepflanzt mit Gruen in allen erdenklichen Farbtoenen, Bananen- und Teefelder, Kaffee- und Zuckerrohranbau, dazwischen einfache und aermliche Lehmhuetten und Menschen, unvorstellbar viele Menschen – Ruanda ist eines der bevoelkerungsstaerksten Laender Afrikas. Sobald unser Fahrer den Minibus nur kurz anhaelt sind wir umringt von Kindern und neugierigen Blicken – ein seltsames Gefuehl.

In Cyangugu, bei Bischof Jean Damascene, kamen wir schliesslich wohlbehalten und gut durchgeruettelt am spaeten Abend an. Der Empfang hier war sehr herzlich und wir sind komfortabel untergebracht. Muede fallen wir nach einem gemuetlichen Beisammensein und guten afrikanischem Abendessen in unsere Betten. Kleine Gekos in den Zimmern, ueber den Betten und an den Fenstern bewachen unseren Schlaf und schuetzen vor Moskitos.

Heute, am 31. Juni 2008, fuehrte unser Weg schliesslich nach Muyange, in die Nachbargemeinde Shangis – die Gemeinden gehoerten frueher zusammen, so dass heute auch hier noch ein freundschafliches und partnerschaftliches Verhaeltnis besteht. In Muyange besichtigten wir zunaechst die offiziellen Gebaude der Pafrrei, diese sind von dem Erdbeben zum Glueck doch nur leicht beschaedigt. Herr Farrenkopf stand uns hier beratend zur Seite und sieht in einer Reparatur der Gebaude keine Probleme, diese duerfte gut zu bewerkstelligen sein. Ein groesseres Problem stellt die defekte Photovoltaikanlage dar, Muyange und insbesondere das dortige Gesundheitszentrum sind auf diese angewiesen, zur Zeit wird notduerftig mit einem Dieselmotor Strom erzeugt. Die Anlage wieder in Gang zu bringen und dauerhaft zu betreiben wird eine Hauptaufgabe in Muyange sein.

Nach den Besichtigungen feierten wir mit der Gemeinde eine Messe, diese dauerte zwei Stunden und wurde vom Chor der Gemeinde feierlich begleitet – die Rhythmen, Gesaenge und Taenze sind beindruckend und beruehrten uns.

Nach dem Gottesdienst wurden wir von der Gemeinde empfangen und konnten viele Darbietungen, kleine Theaterstuecke und wieder Taenze und Gesaenge geniessen. Die einzelnen Gruppierungen, wie z. B. die Gruppe der Abendkinder, die Gruppe AIDS-Kranker und Elternvertreter stellten sich vor, viele bedankten sich fuer die in der Vergangenheit geleistete Unterstuetzung aus St. Martin und freuten sich sichtlich uns als Gaeste begruessen zu koennen. Ein Geschenk, dass emotional sehr bewegte.

Einen Hoehepunkt bildete wohl auch die Ziege, welche Pfarrer Kaiser als Geschenk fuer St. Martin ueberreicht bekommen hatte – Reiseproviant und Verpflegung fuer die naechsten Tage! ;-)

Nach dem Empfang der Gemeinde waren wir noch zu einem etwas verspaetem Mittagessen eingeladen, so dass wir gegen 17.30 Uhr die Heimreise antraten. Unser Weg fuehrte uns noch an der Grundschule in Mukoma vorbei, welche im Pfarrgebiet von Muyange liegt und durch das Erdbeben gaenzlich unbenutzbar zerstoert wurde. Herr Farrenkopf sieht hier nur die Moeglichkeit eines kompletten Neuaufbaus.

Nachdem wir Agnes in Bushenge, in der Naehe ihres Elternhauses abgesetzt hatten, kamen wir spaet abends wieder in Cyangugu an. Christian Stich sprang hier waehrend der Fahrt noch als Aushilfsfahrer ein, der Fahrer von Herrn Farrenkopf hatte naemlich bereits Feierabend gemacht. Christians Traum, einmal in Afrika einen Gelaendewagen zu fahren, erfuellte sich somit.

Morgen werden wir nun endlich unsere Partnergemeinde in Shangi besuchen. Diese soll vom Erdbeben schwer getroffen sein. Wir werden uns mit Vertretern der einzelnen Gruppen treffen und hoeren, was diese zu berichten haben.

Nun gilt es aber sich ersteinmal den roten Sand aus den Klamotten zu klopfen, vielleicht noch eine kalte Dusche und dann erschoepft, aber doch irgendwie auch gluecklich hier sein zu koennen, ins Bett zu fallen.

Der erste Tag

Heute Morgen, am 30. Juli 2008, sind wir recht früh aufgestanden, nachdem wir eine gute Nacht mit erholsamen Schlaf im Schwesternheim „Centre d‘ Acceul de Bonne Esprenece“ in Kigali verbracht haben. Wir wurden dort sehr gastfreudlich und herzlich empfangen.

Gestern Abend konnten wir noch bei Marie-Claire, unsere Ansprechpartnerin und Reiseleiterin hier vor Ort, Geld wechseln und mit ihr das Programm der nächsten Tage besprechen. Die Fahrt in unsere Unterkunft war ein Abenteuer – der Minibus reichte zunächst gar nicht für sechs Leute und unser Gepäck, so dass wir endlos überladen noch ein Taxi dazubestellen mussten. Im Dunkeln ging es dann über holperige, sandige Straßen zum Schwesternwohnheim.

Heute schreibe ich aus dem Koordinationsbüro des Landes Rheinland-Pfalz hier in Kigali – mit einer deutschen Tastatur. ;-)

Die Besprechung mit Herrn Nieden, dem Leiter des Büros, und Herrn Farrenkopf, welcher gestern bereits zu uns gestoßen war, verlief sehr gut. Wir haben ein kleines Maßnahmenpaket geschnürt und werden die nächsten Tage in Shangi eine Bestandsaufnahme machen und eine Prioritätenliste für den Wiederaufbau und Sofortmaßnahmen erstellen. Herr Farrenkopf, vom Senior Expert Service der UN, ist erfahrener Koordinator in Sachen Erdbebenhilfe und Krisenmanagement. Er wird sich mit uns und dem Architekten der Diözese Cyangugu zusammensetzten, um die notwendigen Schritte zu besprechen. Insgesamt können wir eine sehr positive Resonanz ziehen und hoffen auf eine gute Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen hier vor Ort.

Jetzt werden wir gleich mit unserem Fahrer weiter nach Shangi fahren und denken dort gegen Abend anzukommen. Am 07. August werden wir wieder in Kigali sein und uns hier im Koordinationsbüro zu einem Abschlussgespräch treffen, ob ich bis dahin nochmal berichten kann ist fraglich, die Infrastruktur ist hier erwartungsgemäß nicht sonderlich gut ausgebaut.

Wir werden sehen und sind freudig gespannt…

Willkommen in Afrika

Nach knapp acht Stunden Flug sind wir wohlbehalten in Kigali /Ruanda gelandet. Gegen 14.00 Uhr hatten wir das Mittelmeer ueberflogen und den afrikanischen Kontinent unter uns. Es ist hier bereits dunkel, das Thermometer zeigt etwa 25 Grad und die Luft drueckt schwuel!  Wir wurden herzlich empfangen und werden uns nun gleich auf den Weg in unsere erste Unterkunft, in ein Schwesternwohnheim, machen.

Morgen wollen wir recht frueh auf und das Koordinationsbüro des Landes Rheinland-Pfalz hier in Kigali besuchen. Danach geht es in unserem Minibus weiter in Richtung Shangi. Ich denke, wir werden dort gegen Abend ankommen. Die Strassen sind hier recht einfach, sandig und mit vielen Schlagloechern versehen, deshalb kann man nicht sonderlich schnell fahren, bei guten Bedingungen max. 40km/h. Shangi liegt zwar nur ca. 220 Kilometer von Kigali entfernt, im Suedwesten Ruandas, dennoch werden wir wegen der schlechten Strassenverhaeltnisse mit unserem Minibus einen halben Tag lang unterwegs sein. Jetzt  werden wir ersteinmal Unterkunft in Kigali beziehen und uns ein wenig erfrischen.

Die Zeit hier in Kigali laeuft uebringens im gleichen Takt wie in Deutschland, Ruanda und Deutschland liegen in der selben Zeitzone.

Warten auf den Abflug

29.08.2009, 05.47 Uhr, wir sind gut in Bruessel angekommen. Die Fahrt verlief problemlos flott und wir haben auch schon eingecheckt, jetzt noch einen Kaffee im Duty-Free-Bereich und dann geht‘ s zur Sicherheitskontrolle, um 10.40 Uhr startet hoffentlich planmaessig der Flieger nach Afrika.

P. S. Die englische Tastatur hier im Internetcafe ist ein kleines Abenteuer! alles anders ;-)

Wir sind dann mal weg

Es ist gleich 02.00 Uhr, am 29. August 2008, die Koffer sind gepackt, alle Kisten verstaut und der Pfarrbus vollgetankt – es kann also losgehen! Wir hoffen, in knapp vier bis fünf Stunden in Brüssel am Flughafen zu sein, dort startet unser Flieger um 10.40 Uhr. Bis dahin werden wir das Parkhaus für unseren Pfarrbus gefunden, eingecheckt und noch eine Kleinigkeit gefrühstückt haben.

zur Reiseroute
zur Ruandakarte

Die Reisegruppe verkleinert sich.

In den letzten Tagen hatte es sich leider ergeben, dass nun Maria Elisabetta Berbenni aus privaten Gründen nicht mitfliegen kann. Wir bedauern dies sehr, verstehen jedoch ihre nachvollziehbaren Gründe und werden in Gedanken bei ihr sein. Wir wünschen Dir alles alles Gute und freuen uns, Dir bald aus Afrika berichten und Dir so ein wenig Ruanda nach Deutschland bringen zu können.

Norbert Kaiser, Dorothea Fuchs, Christian Stich, Agnes Mujawamariya, Hannah Biehl und Bernhard Ch. Erfort

2. Vorbereitungstreffen

Heute, am 27. Juli 2008, traf sich nochmals die Reisegruppe bei Pfarrer Kaiser im Pfarrhaus. Viele WM-T-Shirts, Zimmermannshammer, Stifte und Blöcke, Fußbälle und das Partnerschaftstuch wurden in Kisten verpackt und für die Reise gut verschnürt. Diese möchten wir als Gastgeschenk mit nach Ruanda nehmen.

Am Dienstag, den 29. Juli 2008, frühmorgens, um 02.00 Uhr, wird es dann los gehen. Zunächst fahren wir mit dem Pfarrbus nach Brüssel, dort werden wir das Auto für die Dauer der Reise in einem Parkhaus abstellen können. Morgens, um 10.40 Uhr, startet dann unser Flieger in Richtung Afrika. Nach acht Stunden Direktflug landen wir, um 18.45 Uhr, hoffentlich wohlbehalten in Kigali.

Die erste Nacht auf afrikanischem Boden werden wir in Kigali verbringen, bevor es dann am nächsten Tag mit einem Minibus und einem einheimischem Fahrer weiter nach Shangi in unserer Partnergemeinde geht. Hier werden wir die nächsten vier bis fünf Tage verbringen. Unsere Gastgeber haben bereits ein Programm vorbereitet, dessen Höhepunkt sicherlich die Jubiläumsfeier am 02. August sein wird. Überdies möchten wir aber auch die Zentralen Shangis besuchen und uns ein Bild vom Ausmaß des Erdbebens machen. Hiernach werden wir uns, am 05. August, in Nyabimata mit nationale Akteuren im Bereich Erneuerbare Energien, Vertreter aus Shangi und Muyange sowie einem Ingenieur zur Ermittlung der Erdbebenschäden treffen. Es soll beraten und ein Programm zum Wiederaufbau erstellt werden.

Nach einem Zwischenstop in Butare werden wir die Heimreise antreten und in der letzten Nacht wieder in Kigali übernachten, von wo aus, am 07. August 2008, um 19.55 Uhr, unser Flug nach Brüssel startet. Wir werden dann voraussichtlich am nächsten Morgen, um 06.40 Uhr, in Brüssel landen. Bis dahin hoffen wir, vieles erlebt zu haben, um hier berichten zu können. Sofern es sich einrichten läßt, werde ich von Ruanda aus versuchen, das Reisetagebuch „live“ weiterzuführen.

 

Reiseprogramm
Reiseroute und Ruandakarte